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BIPEDIA 15.3
WURDEN PFLANZEN UND TIERWELT DER ERDE HIERHER GEBRACHT ?
VON HORST FRIEDRICH

Première publication : septembre 1997, mise en ligne : lundi 30 juin 2003


 In der zweiten Hälfte des 19 Jahrhunderts, zur Zeit Darwins ( 1859, On the Origin of Species ), ja sogar bis zum Beginn der Nachkriegs - "UFO" - Welle 1947, war es ganz natürlich gewesen, dass man sich eine Evolution als ausschliesslich auf unserem Erde-Planeten stattfindend vorstellte. Dann explodierte plötzlich das Thema der Erde-Kosmos-Verbindungen ( 1 ).

 Das blieb zunächst aber auf die Nonkonformisten and Aussenseiter beschränkt. Die verbeamtete paläontologische, biologische, anthropologische etc. Orthodoxie war geistig bequem, zu einer beim überkommenen Weltbild verharrenden neuen Scholastik geworden. Dort verabscheut man bis heute solche "wilden Spekulationen". Ein vernünftiger Grund für dieses Anklammern an "gesicherte Weltbilder" lässt sich allerdings nicht ausmachen.

 Nachvollziehbar, vernünftige Zweifel an der Einsicht, dass es im Universum eine unermessliche Zahl bewohnbarer Planeten geben muss, lassen sich heute nämlich nicht mehr gut artikulieren ! Wie der Verfasser andernorts ( 2 ) gezeigt hat, ist es durchaus legitim, ein Szenario zur Diskussion zu stellen, in dem einerseits mit weit prähistorischen Hochkulturen auf der Erde gerechnet wird, die bereits im Besitz von Raumfahrt-Technologie waren, andererseits davon ausgegangen wird, dass unsere Erde-Menschheit ein aus interstellaren oder intergalaktischen Weiten angelangter Ableger einer schon längst allenthalben verbreiteten "intergalaktischen Rasse" ist. In diesem Szenario spielt das unser Weltbild revolutionierende Magnum Opus von Cremo & Thompson eine wichtige Rolle ( 3 ). Unsere zeitgenössische Schul-Naturwissenschaft protestiert da zwar : interstellar Raumfahrt sei nicht realisierbar. Aber aus gutem Grund darf über solchen Einwand zur Tagesordnung übergangen werden ( 4 ).

 Definitiv ist heute der Lyellismus passé, der grosse Cuvier - eine der Vatergestalten der Geologie - ist rehabilitiert, and der Neo-Katastrophismus ( 5 ) das neue Weltbild. Wir müssen davon ausgehen, dass einst, in weit zurückliegenden Erdzeitaltern, die Erdoberfläche durch gigantische, kosmisch ( d.h. durch Impakte und/oder plötzliche Polverlagerungen ) verursachte Mega-Kataklysmen derart verwüstet wurde, dass sie wahrhaftig zum - unbewohnbaren - biblischen "Tohuwabohu" geworden war.

 Seitens unserer Schul-Naturwissenschaft wird heute ein Szenario verbreitet, wonach sich in den Ur-Meeren der Erde, unter dem Einfluss gewaltiger Blitzentladungen, einfachste organische Verbindungen gebildet hätten, aus denen dann Meeresalgen - und im Laufe der Zeit unsere ganze Pflanzen - and Tierwelt
-  entstanden wären. Selbstredend ist das aber nur eine Spekulation ! Es war niemand dabei, der uns davon berichten könnte. Und Spekulationen, obwohl sie in den Wissenschaften legitim sind, sollte man uns nicht als "wissenschaftlich erwiesene Tatsache" verkaufen.

 Es könnte auch gänzlich anders gewesen sein ! Der grosse Paläontologe Oskar Kuhn ( 6 ) schreibt beispielsweise : "Ob wir alle Tiere und Pflanzen in einen einzigen Evolutionsprozess einbeziehen dürfen, können wir nicht entscheiden, vor allem weil die ersten zwei Drittel der Evolution nicht durch paläontologische Dokumente belegt sind". Und er fährt fort : "Schon allein die Tatsache des Fehlens fast aller präkambrichen Dokumente ist Grund genug, vorsichtig zu sein bei der Frage, ob wir es mit einem einzigen, allumfassenden Evolutionsprozess zu tun haben" ( 7 ).

 Im Hinblick auf solches Zur-Vorsicht-Mahnen eines super-kompetenten Paläontologen möchte der Verfasser hier eine - vom schulwissenschaftlichen Szenario ganz abweichende - alternative Spekulation beisteuern. Nämlich die, dass möglicherweise die verschiedenen Pflanzen - and Tierstämme von verschiedenen Planeten auf die Erde gebracht wurden ! Dass eben unsere heutige Pflanzen - and Tierwelt gar nicht einem einzigen Evolutionsprozess entstammt ( 8 ) !

 Das vielberufene Fehlen der entscheidenden "missing links" allenthalben in den "Stammbäumen", die - ganz entgegen der Sicht grosser Nonkonformisten wie Oskar Kuhn - von den mehr doktrinären Paläontologen konstruiert wurden, wäre dann selbst.redend kein unerklärliches Wunder mehr. Saurier, Fische, Insekten, Säugetiere, der Mensch, "Yetis", Farne, Laub - and Nadelbäume, Blumen etc. würden ja dann nämlich, in unserem alternativ - spekulativem Szenario, möglicherweise von ganz verschiedenen Planeten stammen, wären durch den Menschen von dort hierher gebracht worden.

 Versuchsweise wird also hier die klassische darwinistische Abstammungslehre verworfen, die einen einheitlichen Evolutionsprozess, einen evolutionistischen, stammbaummässigen Zusammenhang aller terrestrischen Pflanzen - and Tierstämmen postuliert.

 Statt, dessen denkt der Verfasser an "Arche-Noah"- Raumschiffe einer schon längst intergalaktisch verbreiteten JetztmenschenRasse, die von vielen Planeten des Universums Tiere und Pflanzen auf den Erde-Planeten brachte, nachdem er sich von Verwüstungen seiner Oberfläche durch Mega-Kataklysmen erholt hatte. Diese so unterschiedlichen Planeten-Habitaten entstammenden Pflanzen - und Tierstämme mussten sich also erst aneinander - und an ihren neuen Heimat-Planeten - anpassen. Der Verfasser möchte seine Leserinnen und Leser zu Diskussionsbeiträgen einladen, welche paläontologischen, biologischen, chemo-physikalischen, anthropologischen etc. Argumente sein hier präsentiertes, spekulatives Szenario definitiv widerlegen könnten !

 In einem solchen Szenario hätte sich im übrigen die auf den Seiten von BIPEDIA diskutierte "Entmenschlichung", das Zum-Tier-Werden ( "Affenmenschen", etc. ) von Mitgliedern der Jetztmenschen-Rasse, auch schon auf fernen Ursprungs-Planeten ereignen können. Selbstredend aber auch, infolge von späteren Mega-Kataklysmen, auf der Erde.

 

(1) Neben der ungeheuerlichen "UFO"- Literatur, die durchaus nicht nur unsinnige Spekulationen enthielt, sind hier besonders die Bücher Erich von Dänikens einerseits, andererseits die Werke des charismatischen "Propheten" des ( kosmisch verursachten ) Neo-Katastrophismus, Velikovsky, zu nennen. Aber auch in der astronomischen Spezial-Literatur begannen einzelne Artikel zum Thema einer Vielzahl bewohnbarer Planeten im All aufzutauchen.

(2) Horst Friedrich : Ist. die Erde-Menschheit ein Zweig einer "intergalaktisclien Rasse" ?, in : SETI, Nr. 4/1995.

(3) Davon handelt der vorangegangene Beitrag des Verfassers : Ein alternatives Bild der Vorgeschichte, in : BIPEDIA, 14/97

(4) Auch Dampfschiff und Flugzeug wurden für nicht realisierbar gehalten, U-Boot und Eisenbahn hielt man für Kamikaze-Technologien. Von Atombombe und Mondlandung ganz zu schweigen. Unsere Naturwissenschaft ist kaum 200 Jahre alt. Von heute her lassen sich keinerlei Prognosen dazu abgeben, welche Technologien wir in 100 Jahren beherrschen werden.

(5) Das Standardwerk des (Neo-)Katastrophismus ist Immanuel Velikovsky : EARTH IN UPHEAVAL, London 1956. Dann kam der Nachweis des Endkreide-Impaktes durch die beiden Alvarez, und schliesslich das Sintflut-Buch der beiden Tollmanns ( UND DIE SINTFLUT GAB ES DOCH, 1993 ), womit der Katastrophismus wieder an unsere Universitäten zurückgekehrt war, aus denen er durch die lyellsche Ideologie vertrieben worden war.

(6) Oskar Kuhn : DIE ABSTAMMUNGSLEHRE, TATSACHEN UND DEUTUNGEN, Krailling b. München 1965, S. 7, 23.

(7) Vgl, hierzu auch von Joachim Illies : DER JAHRHUNDERTIRRTUM, Frankfurt a. Main 1983, Kapitel "Unser biologisches Wissen über die Evolution" ( S. 75-79 ).

(8) Kuhn ( op.cit., S. 37-38 ) schreibt beispielsweise : "Seltsam ist, dass die Pflanzen so lange mit ihrer Evolution warteten, denn im Oberen Silur, als die ersten Gefässkryptogamen auftraten, waren schon alle Tierstämme da. Ein schwerwiegendes Rätsel der Phylogenie !".

 

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