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BIPEDIA 2.4
MENSCHWERDUNG UND TIERGESTALTEN :
EIN KOMMENTAR ZU EDGAR DACQUES ANSICHTEN

Première publication : mars 1989
Mise en ligne :
19 juin 2003

par François de Sarre

 In dem vorliegenden BIPEDIA-Heft ( März 1989 ) berichtet Ulrich Magin ausführlich über Leben und Werk des in Vergessenheit geratenen Paläontologen Edgar Dacqué. Es erschien mir interessant hier, unsere jeweiligen Ansichten genauer zu bestimmen und voneinander abzugrenzen.

 Bereits Max Westenhöfer, der 1926 den Menschen als ältestes Säugetier überhaupt bezeichnete, klagte darüber, dass Dacqués Theorie häufig mit der seinigen verwechselt wurde. Westenhöfer selbst meinte lediglich, dass Homo sapiens im Gegensatz zu den anderen Säugern körperlich primitiv, und somit wurzelnah, geblieben ist. Dabei wurde eher auf den menschlichen Bautypus Bezug genommen, der urtümliche Merkmale ( wie Fünffingrig - und Zehigkeit, runde Schädelform, aufrechte Haltung und Bipedie ) aufwies, und sozusagen seine Gehirnentwicklung, seinen Geist, spezialisieren konnte, während sich die Tiere über das menschliche Stadium hinaus weiter entwickelten, und neue körperliche Fähigkeiten errangen !

 Edgar Dacqué war als Paläontologue sehr geneigt, die Etappen der Formgestaltung des Menschen in engem Zusammenhang mit den geologischen Epochen zu bringen ( daher die "Zeitsignaturen" ). Er hat sich da auch bestimmt durch Angaben aus der okkultischen Literatur anregen lassen, was nicht verwerflich ist. Betont wurde von Dacqué, dass der Mensch in seiner Bildungsbahn die verschiedenen Tierformen "aus sich entlassen" habe, bis er zuletzt nach der Entlassung der Affen wirklich Mensch wurde [ das steht ja im Gegensatz zu Westenhöfers Vorstellungen ].

 Dacqué bezeichnet den Menschen als die durch alle Lebewesen hindurchgehende Urform. Westenhöfer folgend, verweise ich eher auf die Evolutionsfähigkeit des menschlich- primitiven Bauplans : die normale, formale Entwicklung führt über das human-bipede Stadium ( als das ursprünglichere ) zu den Vierfüsslern und auch zu den anderen Wirbeltieren. Abweichend behauptete Edgar Dacqué, dass die Aufrichtung der Gestalt geradezu dem mesozoischen Zeitalter das Gepräge gab : es richteten sich Mensch und einige Dinosaurier auf.

 "Rassenerinnerungen" mag es vielleicht geben, doch denke ich, wie der Zoologe Bernard Heuvelmans, dass einige von der Naturwissenschaft noch unbekanne Tiere eigenartigen Aussehens, sowie rezente Formwandlungen des Menschen [ darunter der berühmte Yeti ], tatsächlich existieren.

 Mit Dacqué teile ich die Unhaltbarkeit der herrschenden Deszendenztheorie. Sie stimmt für den Menschen nur insofern, dass er von Vorfahren abstammt, die entfernte Ähnlichkeiten hatten mit den heutigen "niedrigen" Tieren, doch wieder verschieden waren, weil sich diese unter ganz anderen Verhältnissen entwickelt hatten.

 Innerhalb des Wirbeltierstammes führt uns die Herausbildung des Menschentypus zurück bis zum aquatischen Urstadium.

 Wie einst Dacqué, erscheint mir, dass die Formgestaltung der heutigen Organismen überhaupt nicht ohne die Entwicklung des Menschen zu denken sei : Ein dem üblichen Evolutionsbild schnurstracks zuwiderlaufender Gedanke !

 

François de Sarre